Schülerin liest am Bildschirmlesegerät und zeigt eine Gebärde

Taubblindenzentrum

Taubblindheit ist eine Behinderung besonderer Art, die sich nicht aus der Addition von Gehörlosigkeit und Blindheit ergibt. Da beide Fernsinne des Sehens als auch des Hörens geschädigt sind, kann der eine Sinn nicht durch den anderen kompensiert werden. Deswegen treten schwere Beeinträchtigungen der Gesamtentwicklung auf.

Auch bei vorhandenem Seh- oder Hörrest sind die Betroffenen im Wesentlichen auf die Informationsübermittlung durch körpernahe Sinne angewiesen. Hör- und sehbehinderten sowie taubblinden Menschen stehen, je nach ihren individuellen Fähigkeiten und Kenntnissen, verschiedene Kommunikationssysteme zur Verfügung.

Schulische Förderung und Beratungsangebote

Taubblinde und hörsehbehinderte Kinder und deren Bezugspersonen werden schon im Kleinkindalter im Rahmen der Frühförderung fachspezifisch begleitet und unterstützt.

Im Schulalter können die Schülerinnen und Schüler in der Abteilung für taubblinde und hörsehbehinderte Kinder und Jugendliche des Förderzentrums Sehen entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen unter taubblindenspezifischen Kriterien optimal gefördert werden.

Werden taubblinde und hörsehbehinderte Schüler und Schülerinnen heimatnah in Regelschulen oder anderen Sonderschulen beschult, erhalten diese über die Beratungsstelle Unterstützung und Förderung.

Betreuungs-, Förder- und Arbeitsangebote

Für Erwachsene mit Taubblindheit oder einer Hör- und Sehbehinderung bietet die Stiftung Betreuungs-, Förder- und Arbeitsangebote.

Speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Orientierungshilfen in Räumen und im Gelände, der Einsatz einer Vielzahl von Seh- und Hörhilfen, psychologische Betreuung und Therapieangebote, aber auch individuelle Förderung und die Möglichkeit zu gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Betroffenen sind Voraussetzung dafür, dass taubblinde Menschen hier Heimat finden können.

Seit November 2011 bietet die Stiftung eine Qualifizierung zur Taubblindenassistenz an.

Kontakt

Abteilung Taubblinde

Beate Schork

 

Förderzentrum Sehen

Kloster 2

78713 Schramberg-Heiligenbronn

 

Telefon: 07422 569-3391

Telefax: 07422 569-3382

E-Mail: beate.schork(at)stiftung-st-franziskus.de

4. CHARGE-Treffen

4. Baden-Württemberger CHARGE-Treffen für Kinder, Eltern und Kollegen

am Samstag, 26.09.2015,
von 9 -18 Uhr

 

Zielgruppe

Familien mit Kindern sowie Fachkollegen mit Schülern mit CHARGE-Syndrom

 

Angebot

Vortrag, Workshops und Austausch zum Thema Pubertät von Dr. David Brown, Dr. Andrea Wanka, Ute von Bleichert und Ulrike Broy - und viele vielsinnige und fröhliche Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne CHARGE-Syndrom

 

Interesse?

Ansprechpartnerin Ulrike Broy,
E-Mail ulrike.broy(at)stiftung-st-franziskus.de

Zwei Mädchen auf einem Pferd - eines davon mit Charge-Syndrom